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„verstecken spielen“

 

 

Der 76-Jährige Jakob leidet an Demenz. Er selbst merkt langsam, wie er sich verändert und wie anders sein Umfeld mit der Entwicklung seiner Krankheit auf ihn reagiert. Er versucht seine Erinnerungen an früher – die einzigen, die ihm noch bleiben – zu behalten und den Menschen, die er liebt, mitzuteilen: seiner Frau, seiner Tochter und auch seiner Enkeltochter, die mehr Anteilnahme an seinem Schicksal nimmt als alle anderen. Die 13-Jährige Leonora kümmert sich liebevoll um ihn und scheint die Einzige zu sein, die seine Situation zu verstehen versucht. Obwohl er das selbst nicht einmal schafft.

Beiden gelingt es, nicht zuletzt aufgrund ihrer bedingungslosen Liebe, verschiedene Lebensabschnitte gemeinsam zu leben und zu erleben. Bei ihr darf er der sein, der er ist. Während sich der eine immer mehr von der realen Welt verabschiedet, erlebt die andere immer mehr den Eintritt in die Welt der Erwachsenen. Sie merkt, dass Nähe zulassen und Respekt zeigen, um in seine ganz eigene Welt einzutauchen, das Wichtigste ist, was er in seinem Zustand braucht. Mit ihrer Erkenntnis und dem Verhalten ihrem Opa gegenüber ist sie allen anderen weit voraus, die eher Distanz zu ihm suchen aus Scham oder Angst.

Demenz ist ein sehr aktuelles Thema. Über den richtigen Umgang mit Demenzerkrankten wird viel zu selten gesprochen. Das Vorwort zum Buch stammt von Waltraud Klein, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimergesellschaft des nördlichen Rheinland-Pfalz (www.alzheimer-n-rlp.de).